Archiv für Oktober 2008
Stumpf ist Trumpf
Das Aufsehen ist groß, das Problem bekannt, und Marcel Reich-Ranicki im Unrecht. Man kann natürlich zurecht alles pauschal Kritisieren, muss dann aber damit rechnen in manchen Punkten auf der falschen Seite zu sein. Mit Nichten ist alles schlecht, auch nicht beim Fernsehpreis. So fragt Bastian Pastewka zurecht beim Fernsehlexikon:
Was müssen die anwesenden Nominierten (und kurz zuvor ausgezeichneten) Reporter aus Krisengebieten gedacht haben, die ihr Leben einsetzen, um über Unrecht in China, Pakistan oder unserem Land zu berichten? (Hier zum gesamten Beitrag)
Der Wurm in mir
Viel passt heute nicht zusammen, obwohl es mir eigentlich gar nicht schlecht geht, allerdings gebe ich mich heute ein wenig Dünnhäutig. Mir wird es aber auch nicht leicht gemacht, mit einem ständig abschmierendem Rechner, eine Packung hässlicher Light Zigaretten, die so schmecken als atme man den Smog von Peking. Und zu guter letzt wohnt eine Inspiriertheit in mir, die sich nicht in Produktivität ummünzen lässt.
Nun bin ich kein gläubiger Mensch, und irgendwelche Zeichen zu deuten liegt mir fern, aber heute versuche ich es. Ich sollte Schluss machen für heute, mich ganz dem Internet und seinen Verlockungen verweigern.
Was ich hier noch hinterlassen möchte, ist ein ganz wunderbarer Artikel über Christian Kracht. Und wenn ich nicht noch mindestens zwei Bücher auf Halde hätte, ich würde losmarschieren (ich hoffe man versteht diesen Begriff im Zusammenhang mit dem genannten Werk) und mir dieses Buch organisieren.
Ich bin mal Zigaretten holen!
Literatur im Fernsehen
Da in meinem vorigen Beitrag in den Kommentaren nach Literatursendungen im Fernsehen gefragt wurde, kommt hier mal eine Auflistung. Ich sage aber auch gleich dazu, dass ich die meisten Sendungen nicht wirklich bewerten kann, da ich sie einfach noch nicht geschaut habe. Liegt zum großen Teil daran, das ich einen sehr eigenwilligen Geschmack bei Literatur habe und die Qualität auch immer von den Gästen abhängt. Aber sei es, wie es ist. Ich liste auf, und wer möchte kann sich in den Kommentaren über die Sendung auslassen, oder weitere Empfehlen.
Lydia Daher, Christian Kracht und Sven Regener
Screenshot: youtube.com
Gestern habe ich Literatur im Foyer auf SWR gesehen, was sich auch gelohnt hat. Sicherlich bin ich nicht der größte Freund des Literaturbetriebes, aber wenn die Gäste recht angenehm sind, und der ein oder andere Buchtipp dabei rauskommt, kann das schon sehr interessant sein. Und so war es auch gestern. Als erstes habe ich Lust bekommen das neue Buch Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten von Christian Kracht zu lesen (Amazon Link), von dem ich ein großer Fan bin.
Videointerview mit York von Heimburg

Auf turi2 gibt es ein gutes Video mit York von Heimburg, der eine Währungsreform im Internetwerbegeschäft fordert. Der Geschäftsführer des Computer-Verlages IDG fordert unter anderem eine Abkehr von der PI als Währung, was ich in seiner Gänze unterschreibe. Gerade mit den Trackingmöglichkeiten die das Internet nun mal bietet, kann es doch nicht sein, dass die völlig irrelevante Zahl der Page Impression im Fordergrund steht. Man sollte einfach mal akzeptieren, dass das Internet ein Reaktionsmedium ist. Branding gibts im Print und TV.
The Streets – Everything is Borrowed
Ich komme nicht drüber weg dieses musikalische Werk zu posten. The Streets finde und fand ich schon immer Weltklasse, nur sind sie etwas aus meinem Focus geraten. Also ist es eine schöne Überraschung, wenn sie einem plötzlich wieder über den Weg laufen. Des Weitern stelle ich bei meiner Musikauswahl einen deutlichen Überhang zur Weiblichkeit fest. Deswegen nun voller Testosteron “The Streets”.
“I came to this world with nothing, and I leave with nothing but love. Everything else is just borrowed”
Everything is Borrowed – The Streets
Link: youtube.com
Die zwei Seiten des Pop
Ganz im Ernst, ich habe absolut gar nichts gegen Pop. Der muss natürlich gut gemacht sein, dann passt das schon. Aber auf was ich da gerade via Twitter gestoßen bin, also so was ist mir dann doch zu viel. Es geht hier nicht um die Queen of Pop, aber die mehr oder weniger legitime Nachfolgern Britney Spears. Was die in ihrem neuen Video abliefert erinnert mich mehr an einen perfekten Plan, als an Musik. Es werden alle Register gezogen, die in einem Video zu ziehen sind. So hat sie natürlich ihre Nacktszenen, ohne jedoch wirklich etwas zu zeigen. Was dann aber doch um so deutlicher gezeigt wird, ist das Handy einer in Deutschland nicht skandalfreien Firma. Product placement in seiner scharmlosen Reinkultur. Wie dem auch sei, natürlich kann das Video nicht eingebettet werden, was mir auch eine Entscheidung abnimmt, die gar keine ist. Britney im meinem Blog geht einfach nicht. Was aber noch seine Erwähnung finden sollte, ist die Zahl der Viewer, die nach drei Tagen nur knapp die 1.500.000 unterschreitet. Comeback scheint zu klappen. Kommen wir nun aber zur Musik:
Stellenausschreibung IKEA
Beim Stylespion habe ich gerade eine wunderbare Stellenanzeige von IKEA gesehen. Oben ist nur ein Ausschnitt zu sehen, zur kompletten Anzeige geht es hier. Selbst mit Stellengausschreibung lässt sich also ein gewisser Image- und Brandingeffekt erzielen, und zwar nicht nur bei potentiellen Bewerbern.
Anna Ternheim
Ich bin gerade bei Sillis Ballsaal über einer weiter schwedische Künstlerin gestoßen. Anna Ternheim ist nach Lykke Li – über die ich schrub – die zweite skandinavische Sängerin, die es sich lohnt zu beobachten. Ganz entspannte Akustikversion von What have I done.
Anna Ternheim – What have I done (acoustic)
Link: youtube.com
Links liegen gelassen (#5)
Schon paar Tage her, aber hatte ich mir noch gebookmarkt. Thomas Pfeil hat auf Das Textdepot einen tollen Artikel über PR im Web 2.0: Ist schon Zukunft? geschrieben. Sehr lesenwert, und mit vielen links zu weitern tollen Artikeln.
Andreas Göldi von netzwertig schreibt über die Finanzkrise: Was die Krise für die Startup-Finanzierung bedeutet . Wer noch ein wenig mehr wissen möchte, sollte noch bei Robert dem Beitrag und der Diskussion in den Kommentaren folgen. Darüber hinaus noch aktuell in den Reader geschneit. Bei Basic Thinking die Finanzkrise aus Sicht eines Webgründers. Ist nicht gerade Leserfreundlich geschrieben, trotzdem aber sehr interessant. Als Fazit kann man wohl folgenden Satz sehen:
“Diese Krise ist nicht unsere Krise.”
Meine Selbstverachtung
Es folgt ein Auszug aus der fünften Folge (erste Staffel) von Californication mit dem Schriftsteller Hank Moody (David Duchovny). Ich möchte dabei aber nicht verschweigen in welcher emotionalen Situation Hank zu der Zeit ist, zu der er dieses Interview gibt. Er leidet unter einer Schreibblockade, bekommt seit langem nichts mehr zu Papier, ist von seiner Frau getrennt, die er allerdings noch liebt, und säuft recht viel. Hinzu kommt, dass er von seinem Umfeld mehr oder weniger gezwungen wird ein Blog für ein Magazin zu schreiben. Es ist also nur angebracht auf die Frustration bezüglich seines eigenen Schicksal zu verweisen. Aber dennoch denke ich, diese Worte haben ihre Berechtigung. Folgendermaßen läuft das Interview ab:




















