Gewonnen
Ich würde mich jetzt nicht als unglücklichen Menschen beschreiben, aber gewonnen habe bisher eher selten was. Versuchen tue ich es aber schon, z.B. mache ich immer die Kreutzworträtsel in der TV Spielfilm. Dann schreibe ich eine Mail mit dem Lösungswort, und warte auf mein Sony Vaio. Aber meint Ihr die reagieren darauf. Nichts!
Was Sportwetten angeht, da bin ich nicht so hinterher, ich würde mal sagen zu vorsichtig. Also hallte ich mich da auf einem recht ausgeglichenen Niveau.
Einmal hatte ich dann aber doch ein wenig Glück, ich habe im Alter von fünf Jahren bei einem Malwettbewerb mitgemacht. Ich habe keine Ahnung auf welchen Platz ich gelandet bin, auf jeden Fall habe ich eine Butterfahrt nach Dänemark gewonnen, deren Gesamtwert zwischen zwei und drei Euro lag. Aber wenigstens ist noch eine Geschichte hängen geblieben, die bis heute gerne in Verwandtenkreisen erzählt wird. Sie dreht sich um Blasenschwäche und einen nassen Sitz, den kausalen Zusammenhang bestreite ich bis heute.
Aber kommen wir nun zu meinem Kernanliegen, ich habe was gewonnen, und zwar die Testleserschaft für ein Buch. „Der 100.000 Euro Job“ wird mir von Tubuk in den nächsten Tagen zugeschickt. Erstens finde ich Tubuk rundum erwähnenswert (warum steht hier). Zweitens freue ich mich auf das Buch, weil ich es für sehr Interessant halte. Mitgeschrieben hat auch Johnny Hauseler von Spreeblick und Markus Kavka u.a vom Störungsmelder. Zum Buch später mehr, wenn ich es gelesen habe. Auf Tubuk gibt es eine kurze Beschreibung, für alle die sich interessieren.
Neue deutsche Welle
Ich hatte eigentlich geplant, den 3:0 Sieg der deutschen über unsere charmanten Freunde aus dem schönen Österreich mit drei deutschen Liedern zu feiern, das Spiel ging ja aber nur 1:0 aus. Nach reichlich Überlegung, und weil ich nun mal die verdammten drei Lieder hier eingebettet haben will, habe ich mir überlegt, dass der Freistoß von Ballack durchaus dreifach zählen darf. Beschwerden bleiben unbeantwortet, können aber in den Kommentaren abgegeben werden.
Mia, Klee und Jennifer Rostock nach dem Klick:
Richtig Urs!
Die Urlaubsvertretung
Herr Niggemeier macht seinen - wahrscheinlich wohlverdienten - Urlaub. Aber er lässt uns nicht alleine. Markus Barth ist der Bruder von Mario ist Comedien, hat einen Blog und sein erster Gastbeitrag ist der Hammer.
„Die SPD sucht Menschen, die noch unbeliebter sind als Kurt Beck“ ist das Thema. Sehr gelungen.
Wo ist der Gleichschaltungsbeauftragte?
Das Studenten Ihre Fahne zeigen, kennt man ja von den vielen Partyfotos. Zur EM wird jetzt also auch noch Flagge gezeigt. Und was passiert, der Hype greift um sich, der Schneeball rollt. Bis heute sind wahrscheinlich so ca. 250.000 in der Gruppe, und alle freuen sich. Ich lebe da aber eher in Lizas Welt.
Nun ist das natürlich alles nicht sonderlich schlimm, aber irgendwie komisch ist dieses automatisieret Verhalten schon. Jeder klatscht einem die Schrift „Schland“ auf die Pinnwand, weil er sonst ein Italiener ist. Also der neue Kettenbrief der Social Community.
Bis in eine große deutsche Boulevardzeitung ist die Schwarz-Rot-Geile Welle auch gekommen, warum wundert das nicht?
Was aber dann doch nicht von der Hand zu weisen ist, richtige Idee zur richtigen Zeit und die Community funktioniert besser als jede Lawine.
via Denise,
Perfektes Timing
Es war ein Donnerstag, die Uhrzeit lässt sich auf ca. 19:15 Uhr beziffern. Wer mich kennt, kann sich vorstellen, dass ich zu dieser Zeit gespannt vor dem Fernseher saß. Portugal gegen die Tschechen, der Spielstand war 2:1. Dann klingelte es an der Tür, und das zweimal, darauf folgte noch ein Klopfen. Warum das wichtig ist? Weil ich in der Innenstadt wohne, weil wir die Briefkästen im Inneren haben. Folglich hat sich eingeschlichen, wer einmal Läutet bringt die Post, wer zweimal Läutet (und sogar Klopft) ist mein Mitbewohner, oder aber ein Bekannter. Mit Bezug auf die gerade beschriebene Situation öffnete ich die Tür. Der Arcor Mann! Ach du scheiße. Ich verkneife mir hier mal alle Ausführungen in Richtung „Frechheit“, „Skandal“, „Was fällt dem eigentlich ein“. Nein, wieso verkneifen. Mich regt das schon die ganze Zeit auf, dass ich von allen geduzt werde, die mir dieses billige Internet verkaufen wollen. Mich regt es auch auf, wenn die fast täglich vor meiner Tür erscheinen. Aber gut sei es drum.
Dialog nach dem Klick:
Wahl-O-Mat
Screenshot: http://iftheworldcouldvote.com/
Was wäre, wenn die Welt den amerikanischen Präsidenten wählen könnte? Bisher würde hier ein sehr einseitiges Ergebnis zustande kommen. Von den 592 “Wählern” sind 91,4 % auf der Seite von Barack Obama. Zugegeben, die Aussagekraft dürfte stark in Frage gestellt werden. Alleine schon, weil sich kaum einer wirklich mit der amerikanischen Innenpolitik beschäftigt haben dürfte, und auch nicht mit den jeweiligen Wahlprogrammen.
Aber wenn man es nicht so genau nimmt, ist es wohl zumindest ein Indikator für die Popularität und Beliebtheit. Mal schauen ob es noch ein wenig zurückpendelt…
via Julia Seeliger;
Doppelpass über die Oder
Was macht man, wenn ein Spiel zwischen Deutschland und Polen ansteht, sich aber keine schmutzigen Emotionen hochschaukeln wollen? Klar, man schaukelt selber. Erleichtert wurde dieser “gelungene” Coup durch die Tatsache, dass der Springer Verlag in beiden Ländern eine auflagenstarke Boulevardzeitung hat (Bild und Fakt).
Und wie man bei der Zeit nachlesen kann, findet RTL das auch noch alles super. Was ich dagegen super finde, dass sich die beiden Trainer völlig entspannt zeigen. Auch schöne finde ich das ein gebürtiger Pole, der nun für Deutschland spielt, seinen doppelten Torerfolg mit viel Respekt feiert. Auch das sollte man nicht überbewerten, aber es leistet trotzdem seinen Beitrag, damit solche Szenen weniger werden. Vor allem wenn die Medien den Funken „in die gludernde Lot, in die gludernde Glut, in die lodernde Flut“ – ääh? Sie wissen schon…
via Fooligan;
Gonzo
Es gehört wahrscheinlich einfach dazu, dass man „Fear and Loathing in Las Vegas“ geschaut hat, sich gedacht hat „Yeah, cooler Film“. Was aber dahintersteckte, das fand man nicht heraus, interessierte sich auch nicht dafür. Vielen geht es wahrscheinlich bis heute so, mir nicht. Was oder besser wer dahinter steckt, dass ist kein geringerer als Hunter S. Thompson. Der neben Tom Wolfe zu den bekanntesten Vertretern des New Journalism steht.
Thompson schuf den Gonzo-Journalismus, einen Schreibstil, für den aus seiner Sicht das Talent eines “wahrlich großen Journalisten, das Auge eines Künstlers und Photographen und die Eier eines Schauspielers” fusionieren mussten. Es sollen sich reale Erlebnisse, soziale und politische Analysen mit fiktiven Geschehnissen, Polemik und Drogenvisionen mischen. wikipedia;
Ich vermute, dass auch viele Blogger direkt oder indirekt von genau diesem Stil beeinflusst worden sind, sei es auch ohne ihr Bewusstsein. Die Kennzeichen sind subjektive Erlebnisse und literarische Stilmittel in die Reportagen einfliesen zu lassen.
Literaten wie Stefan Wimmer pflegen diesen Stil, und sehen sich auch als eine Art Nachfolger oder Erbe des Stils.
Jetzt gibt’s den Trailer zu der Doku über das Leben Thompsons.
Video nach dem Klick:
Hyperpop
Sorry, ich kann einfach nicht wiederstehen. Das nachfolgende Video hat noch nie jemandem was getan, wird es auch niemals tun. Noch nie war Musik so clean, so popig. Clemens Meyer hat in einem Interview mal was in dem Sinne gesagt wie, ich mag immer die Stellen nicht, wo man merkt, dass sich der Autor richtig mühe gegeben hat gut zu sein. Ich habe bei Alphabeat das Gefühl sie haben was ähnliches versucht. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen ist es Ihnen aber auch irgendwie gelungen. Das bleibt im Ohr, aber irgendwie schmerzt es auch. Mein Prognose: Sommerhit!
Wer mehr erfahren möchte, kann dies bei spex.de nachlesen.
Die pure Reinheit des Pops gibts hier:
via einslive;







