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Kompakter Durchschnitt

Veröffentlicht in Mediales by nilsn am April 22nd, 2008

Als ich heute auf dem Weg in die Agentur war, bekam ich noch von einer hübschen jungen Dame eine „Welt Kompakt“ in die Hand gedrückt. Umsonst ist ja immer gut, dachte ich.
In der U-Bahn habe ich mich dann an die Lektüre dieses Formats gemacht. Wo wir gerade beim Format sind, das ist noch das Beste am diesem Printerzeugnis. Ähnlich wie die Frankfurter Rundschau erscheint sie im praktischen halbnordischen Format, was gerade in der Bahn zu einem erhöhten lesevergnügen führt bzw. führen würde, wenn die Artikel besser wären.

Sie wird durchgehend vierfarbig gedruckt, legt besonderen Wert auf Aktualität und richtet sich mit kurzen Texten an jüngere Leser. Stellenweise wirbt der Slogan “Die erste Zeitung to go”. Wikipedia;

So steht es in der Wikipedia, und bestätigt auch meinen Eindruck. Auf der Titelseite findet sich auch gleich die Hammergeschichte. „EU Abgeordnete stellen zu viele Fragen?“ Das kann man ja auch machen, aber auf der Titelseite? Und dann noch die ganzen Fragen auflisten weil alles so furchtbar witzig ist?

Wie auch immer, der Rest der Zeitung ist ebenfalls eher Fastfood Journalismus. Und dass der Redaktionsschluss um Null Uhr liegt, hebt die Welt zwar hervor, nach vorne bringt es die Zeitung aber auch nicht, für den Sport ist es aber wohl ganz gut. Ich bleibe da lieber bei meinen altbewährten Zeitungen.
Das hier aber kein falscher Eindruck entsteht, besser als die Bild ist sie schon, und wer für 70 Cent eine kurzweilige Informationsquelle braucht, who cares? Wenn ich die Welt noch mal in die Hand nehme, dann nur für umsonst.

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Läuft!

Veröffentlicht in Mediales by nilsn am April 14th, 2008

Es gibt derzeit zwei Debatten/ Themen mit denen ich mich beschäftige, anderseits aber auch nicht. Einmal geht es um Angela Merkel, einmal um Mattias Schweighöfer. Die eine hatte Ihre Brüste ausgepackt, zumindest den oberen Bereich – Der Fachmann und Kenner pflegt hier von einem Dekolleté zu sprechen. Der andere sagte ebenfalls nichts, er machte aber ein recht eindeutiges Zeichen, was in der Interpretation zu Uneinigkeit führt [1][2]. Und warum mich beides weder schockiert noch über den maßen interessiert?

Zum Fall „Merkel“: Mir ist es relativ egal, wie sich Politiker anziehen. Merkel hat jedes Recht sich so zu kleiden, wie Sie möchte. Die Medien haben jedes Recht, diesen öffentlichen Auftritt zu kommentieren und zu beurteilen wie Sie möchten. Dass manche das Thema boulevardesk und sexistisch angehen, gefällt mir nicht. Trotzdem möchte man rufen: Was zum Teufel überrascht euch so an der Berichterstattung?

Zum Fall „Schweighöfer“: Ich habe nie verstanden warum man die Gilde der Schauspieler immer für so Intellektuell hält. Ich gestehe natürlich ein, dass die Dichte wohl höher ist, da auch eine intensivere Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen oder politischen Themen erfolgt. Doch ich halte es für einen Fehler allen blind das Talkshowgelaber abzukaufen, auch hier gibt’s die Blinden unter den Zyklopen. Und der ein oder andere sagt oder macht vielleicht auch mal Sachen die in der Nachbetrachtung nicht sonderlich gut ankommen. Ich finde seine Aktion nicht sonderlich gelungen - auch nicht dieses Interview - aber so schlimm ist das Ganze dann auch irgendwie nicht.

Frédéric Valin sagte dazu Si tacuisses, vielleicht gilt das ja auch für mich…

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Verwechslungsgefahr

Veröffentlicht in Mediales by nilsn am April 11th, 2008

Verwechselt eigentlich noch jemand außer mir die ganze Zeit, wer hier das Model und wer der Freak ist?

Komische Sendung…

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Knut der Arsch!

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am April 8th, 2008

Ich bin so was von enttäuscht, das kann man nicht in Worte fassen. Knut! Was war da los?

“Knut killt Karpfen - Zoobesucher empört”

Unser Knut ein Mörder, ich fordere nicht nur die Ausweisung. Herr Wagner, übernehmen Sie!

via spon;

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Das Ende der Redaktion?

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am April 2nd, 2008

Andreas Göldi hat auf Medienkonvergenz einen Artikel rund um das Thema Nachrichtenkonsum geschrieben. Der Artikel entspricht zu weiten Teilen auch meiner Beobachtung und Meinung. Hier eine der Thesen:

“Denn wer weiss schon besser als unsere Freunde und Bekannten, was uns potentiell interessieren könnte? Und wer wäre kompetenter in der Beurteilung wichtiger Themen als die Elite-Blogger, die mit ihren Links die Nachrichtenauswahl auf Techmeme oder Memeorandum bestimmen? Sicher nicht der durchschnittliche Zeitungsredakteur.”

Das kann man so natürlich unterschreiben, ich würde dem allerdings noch zwei Dinge hinzufügen. Zum einen sind es weniger die Freunde die die Aggregation vornehmen, sondern der User selbst. Er bestimmt welche Inhalte in seinen Feedreader kommen, er baut sich Pipes bei Yahoo um sich nachrichten thematisch zu Filtern. Insofern übernimmt der User eine Dienstleistung, die vorher ein Redakteur gemacht hat. Die Auswahl der Themen wird also vom Konsumenten festgelegt, somit sind diese auch relevanter für Ihn.

Zum anderen beschreibt der genannte Konsum m.E. nur die Mitte oder das Ende der Verwertungskette. Denn irgendwer holt die Infos auch ab, bevor sie dann via Twitter, Blog, Community oder Reader in den Umlauf gehen. Und dieses ‘abholen’ erfolgt auf klassischen Nachrichtenportalen oder Agenturen.

“Bleibt nur die Frage, welche Funktion die klassischen Redaktionen in Zukunft noch übernehmen. Natürlich braucht es weiterhin Profis, die den wirklich hochwertigen Content produzieren, Recherchen anstellen, Hintergründe ausleuchten. Aber diese Leute müssen nicht mehr unbedingt für einen klassischen Medienkonzern arbeiten, sondern können auch auf anderen Wegen Visibilität gewinnen. Und eins ist klar: die Filterfunktion der klassischen Medien dürfte immer mehr zum Auslaufmodell werden.”

Kann sein, ich tue mich da mit einer Einschätzung schwer. Was wohl auch daran liegt, dass ich es sehr genieße, wenn ich eine klassische Zeitung in der Hand halte. Das liegt vor allem daran, dass ich mir mehr Zeit nehme. Online konsumiere ich wesentlich oberflächlicher und schneller. Für eine Zeitung oder ein Magazin nehme ich mir wesentlich mehr Zeit, folglich ist es auch wesentlich entspannter.

via UPLOAD;

Musikfernsehen is dead

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am März 28th, 2008

Zugegeben, ich bin nicht sonderlich objektiv, da ich Musikfernsehen respektive Videos seit Jahren gerne schaue. Das ist in letzter Zeit aber sehr schwer geworden. Blöd das es allem Anschein nach auch so bleibt, und warum sagt MTV-Chefin Mühlemann hier.

Mag ja sein das die Dame richtig liegt, zumindest aus ökonomischer sicht. Dann muss ich den Damen und Herren aber jedwedes Bestreben absprechen ein Musiksender zu sein. Betrachtet man einmal das jetzige Programm, es besteht zum größten Teil aus untertitelter oder synchronisierter amerikanischer Zweitverwertung. Egal ob es Next, Exposed, Date my Mom oder irgend ne andere scheiße ist. Ich weiß ja nicht wie MTV Deutschland das mit dem Mutterkonzern abrechnet, wahrscheinlicher  ist es aber deutlich billiger als eine Eigenproduktion. Ich find’s einfach nur schade, da sehr viel Potential verschenkt wird. Wo sind Sendung von Kuttner, Roche, Raab und Ruf. Die muss man ja nicht alle mögen, aber es war im Gegensatz zu dem heutigen Programm zumindest Erfrischend.

Aber die Bemühungen Anspruch ins Programm zu bekommen scheitern, da man wahrscheinlich nicht aus dem Teufelskreis hinaus findet, der den harten aber nötigen Weg beinhalten würde die Klingeltonwerbung sein zu lassen. Warum? Wie soll diese Art der Werbung – die nur mit „sensationell nervig“ beschrieben werden kann – mit einem anspruchsvolleren Programm zusammenpassen?

Für mich bleibt also nur der Weg ins Internetz, aber ich gehöre – dessen bin ich mir bewusst – auch seit Jahren nicht mehr zur Zielgruppe. Aber andererseits ist es ja hier auch ganz in Ordnung, alles so schön bunt hier…

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Juchhu!

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am März 14th, 2008

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Das sind doch die Meldungen die das Männerherz höher schlagen lassen. Judith Rakers ist ab dem 18. März in der 20 Uhr Tagesschau aktiv. Auf meine persönliche Quote wird sich das nicht auswirken, wenn ich zu hause bin, schaue ich sowieso die Tagesschau. Das liegt zum einen am Interesse und zum anderen fehlt die Alternative. Zwischen 19:00 und 20:15 Uhr ist so derbe tote Hose im Fernsehen, was soll man da sonst gucken?

Und warum freue ich mich über die Judith? Weil ich es mag, wenn mir Frauen was erzählen. Und wenn Sie dabei besser aussehen als Gundula Gause, soll mir das nur recht sein. Dafür hat aber die Gundula den schöneren Namen, und auch den *äh, como se dice?* namensnachbarn Claus Clever Klaus Kleber an Ihrer Seite. Es gleicht sich also alles aus.

Via DWDL;

Fotoquelle: http://intern.tagesschau.de/

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Don’t hate the player, hate the game

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am März 13th, 2008

Es gibt dinge auf die ich sehr stolz bin. Ein Beispiel wäre z.B. das ich weder Bild als Print in die Hände nehme (nur Mal ein kurzer Blick in der Bahn auf die Titten Titelfrau beim Nachbarn), noch bekommt Bild Online meine Klicks. Selbst bildblog lese ich nicht. Finde es zwar als „Institution“ sehr wichtig, der Konsum bereitet mir aber leider keine Freude.

Warum schreibe ich das hier also nieder. Inspiration war unter anderem gestern ZAPP auf dem NDR. Wie sich die Bildzeitung in der omnipresenten Phase des Hamburger Rechtsaußens Schill verhalten hat, bestätigt mich in meiner ignoranten Haltung. Das ich auf der Baustelle nicht mitreden kann nehme ich dabei in kauf.

Nebenbei gefragt: Ist die Bevölkerungsgruppe der Künstler die einzige, die bezüglich des Drogenkonsums eine Fast-Legitimation für sich in Anspruch nehmen kann? Bei Politikern geht es scheinbar gar nicht, und bei den Interviewern auch nicht. Von ersteren dürfen auch keine Nacktfotos gemacht und veröffentlicht werden. Sich von der Praktikantin unten rum bearbeiten zu lassen geht auch nicht. Ich will das Thema nicht überstrapazieren, aber am Ende ist doch die Bevölkerung selber schuld. Das Gro hat kein Interesse an politischen Inhalten, nur auf der Strasse pöbeln über ‚die da oben’ scheint Spaß zu machen. Zum Beispiel über die Agenda 2010, deren Inhalte die wenigsten benennen können, scheiße finden sie die aber trotzdem.

Und so ein handfester Skandal ist doch auch schöner als ne Debatte über den Mindestlohn. Da liegt es doch nahe diesen Markt auch zu bedienen, wie z.B. die Privaten Sender, die Bild Zeitung, die Bunte. Sat1 schafft sogar aus ökonomischen Gründen die nachrichten ab, dass sollte auch Mal dem Konsumenten zu denken geben.

Manchmal sollte man also nicht immer nur die Spieler hassen, sondern auch Mal das Spiel an sich. Dabei auch bitte nicht vergessen, dass sich ein Politiker mehr für die die Allgemeinheit engagiert als der Großteil der Menschen in unserem Land. Sicher möchte ich keine koksenden Politiker sehen, aber die Maßstäbe an denen wir Sie messen sollten doch bitte nicht zu hoch sein.

Abschließen möchte ich diese Gedankenspiele mit den Worten einer alten Politlegende:

“Politiker sollen auf ihrem Felde Vorbild sein, aber nicht auf sämtlichen Feldern menschlichen Lebens. Das ist zu viel verlangt.” Helmut Schmidt

Also Beobachten, Informieren, Nachfragen, Analysieren, Kritisieren gerne. Aber immer nur meckern Nervt…

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Hat jemand den neuen gesehen?

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am Februar 27th, 2008

Sicher kennen die meisten schon die Videos rund um Matt Damon und Ben Afflek. Für alle die Sie noch nicht kennen: Das war der Auftakt, das war die Antwort.

Zum einen ist positiv zu erwähnen wie entspannt und locker die beiden Schauspieler hier rüberkommen, die ich durch Filme wie „Dogma“ und „Good Will Hunting“ ins Herz geschlossen habe. Matt hat sicherlich die deutlich bessere Karriere hingelegt als Ben, allen voran natürlich mit „The Departed“ und der Bourne Reihe. Bei Ben sollte man schon genauer hinschauen, und vor allem Filme wie „Pearl Harbor“ (der wird nicht verlinkt) ausklammern. Durch Filme wie „Chasing Amy“ und die oben genannten wird er aber auch zu einem meiner liebsten Schauspieler. Und wenn sich solche Größen nicht so ernst nehmen, macht es das noch ein wenig sympathischer.

Aber darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben, vielmehr geht es um die gute alte Late-Night-Show. Ich möchte auch wieder einen wie Harald Schmidt in alter Form, aber wir bekommen ja nur noch Kerners und Beckmanns weichgespülten easytalk zu sehen.

Aber der Schmidt wird es nicht mehr machen, und der Pocher als Nachfolger ist für dieses Genre ungefähr so geeignet wie Yvonne Catterfeld für Hollywood.

Aber wo sind die neuen Gesichter in Deutschland, die wirklich was drauf haben. Ist Stefan Raab die Zukunft? Nein, das nun definitiv nicht!

Es gibt einfach keinen, dieser Tatsache muss man sich stellen. Alleine weil schon eine gewisse Reputation respektive ein Standing notwendig ist, um Stars gegenüber frech zu sein geschweige denn oben erwähnte Videos mit Ihnen zu drehen. Also ich sag in den nächsten zehn Jahren wird es keinen guten Late-Night-Talker in Deutschland geben.

Schade, Schade!

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