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Wenn der Traum zum Alptraum wird

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am März 18th, 2008

Zugegeben, als ich die Überschrift im Reader lass, ich hatte was Lustiges erwartet. Daran gemessen, bin ich ziemlich enttäuscht worden. Aber daran lässt sich dieses Portrait nun wirklich nicht messen. Mich hat diese Geschichte so mitgenommen, weil Sie soviel über die Welt erzählt, dass es mir den Hals zuzieht.

“Mit Aktentasche, ohne Papiere” ist ein Porträt von Christian Maier:

Valentin Ignace ist ein afrikanischer Flüchtling, der davon träumt ein berühmter Geschäftsmann zu sein. Dass er nichts zu verkaufen hat, kümmert ihn nicht.

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Don’t hate the player, hate the game

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am März 13th, 2008

Es gibt dinge auf die ich sehr stolz bin. Ein Beispiel wäre z.B. das ich weder Bild als Print in die Hände nehme (nur Mal ein kurzer Blick in der Bahn auf die Titten Titelfrau beim Nachbarn), noch bekommt Bild Online meine Klicks. Selbst bildblog lese ich nicht. Finde es zwar als „Institution“ sehr wichtig, der Konsum bereitet mir aber leider keine Freude.

Warum schreibe ich das hier also nieder. Inspiration war unter anderem gestern ZAPP auf dem NDR. Wie sich die Bildzeitung in der omnipresenten Phase des Hamburger Rechtsaußens Schill verhalten hat, bestätigt mich in meiner ignoranten Haltung. Das ich auf der Baustelle nicht mitreden kann nehme ich dabei in kauf.

Nebenbei gefragt: Ist die Bevölkerungsgruppe der Künstler die einzige, die bezüglich des Drogenkonsums eine Fast-Legitimation für sich in Anspruch nehmen kann? Bei Politikern geht es scheinbar gar nicht, und bei den Interviewern auch nicht. Von ersteren dürfen auch keine Nacktfotos gemacht und veröffentlicht werden. Sich von der Praktikantin unten rum bearbeiten zu lassen geht auch nicht. Ich will das Thema nicht überstrapazieren, aber am Ende ist doch die Bevölkerung selber schuld. Das Gro hat kein Interesse an politischen Inhalten, nur auf der Strasse pöbeln über ‚die da oben’ scheint Spaß zu machen. Zum Beispiel über die Agenda 2010, deren Inhalte die wenigsten benennen können, scheiße finden sie die aber trotzdem.

Und so ein handfester Skandal ist doch auch schöner als ne Debatte über den Mindestlohn. Da liegt es doch nahe diesen Markt auch zu bedienen, wie z.B. die Privaten Sender, die Bild Zeitung, die Bunte. Sat1 schafft sogar aus ökonomischen Gründen die nachrichten ab, dass sollte auch Mal dem Konsumenten zu denken geben.

Manchmal sollte man also nicht immer nur die Spieler hassen, sondern auch Mal das Spiel an sich. Dabei auch bitte nicht vergessen, dass sich ein Politiker mehr für die die Allgemeinheit engagiert als der Großteil der Menschen in unserem Land. Sicher möchte ich keine koksenden Politiker sehen, aber die Maßstäbe an denen wir Sie messen sollten doch bitte nicht zu hoch sein.

Abschließen möchte ich diese Gedankenspiele mit den Worten einer alten Politlegende:

“Politiker sollen auf ihrem Felde Vorbild sein, aber nicht auf sämtlichen Feldern menschlichen Lebens. Das ist zu viel verlangt.” Helmut Schmidt

Also Beobachten, Informieren, Nachfragen, Analysieren, Kritisieren gerne. Aber immer nur meckern Nervt…

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Der Pfälzer Problembär

Veröffentlicht in und der Rest by nilsn am Februar 28th, 2008

Ich will mich an dieser Stelle gar nicht aufregen. Ich wohne nicht in Hessen und kann folglich auch nicht dort wählen. Würde ich mich jetzt bezüglich des sozialdemokratischen Koalitionsgeschwurbel mit stiller Duldung des Feindes persönlich betrogen fühlen, es wäre ungefähr so, wie wenn sich ein Wiesbadener Nichtraucher von einem Hamburger Raucher körperlich verletzt fühlt. Aber was in jedem Fall geht ist meine Enttäuschung gegenüber der Partei auszudrücken. So würde Sie für mich in letzter Konsequenz unwählbar werden.

“Ohne Glaubwürdigkeit ist man nicht strategie- und kommunikationsfähig. Insofern befindet sich die SPD derzeit in einer sehr schwierigen Lage.” d’accord Herr Steinbrück.

Um eines klarzustellen, es geht hier nicht ausschließlich um die Rot-Rote Koalition. Es geht mir darum das ich nur eine Partei und keine Koalition wählen kann. Folglich möchte ich vorher gesagt bekommen, welche „Optionen“ ich mitwähle, wenn die absolute Mehrheit ausbleibt. Und wenn die etablierten Konstellationen nicht möglich sind, dann sollten sich alle Parteien bewegen, Möglichkeiten prüfen, verhandeln, aber in keinem Fall das machen, was Sie vorher ausgeschlossen haben. Wenn ein Parteichef meint er könne so was im Alleingang entscheiden, dann ist er als Parteichef vielleicht auch nicht der Richtige. Der Gegenwind wird auf jeden Fall stärker.

„Wenn es zwischen Tor und Verteidigung nicht harmoniere, dann ermögliche das eben Treffer des Gegners. So Naumann.

Was ist nun das Ergebnis dieser ganzen „Komödie“, eigentlich nichts Neues. Alle Akteure haben in etwas so reagiert wie ich es erwartet habe. Was aber unter dem Strich bleibt, Mal wieder eine PR-Super-GAU einer Partei. Warum ist es nur so schwer seinen Mund zu halten bis die gemeinsame Linie festgelegt ist?

Aber vielleicht hat es auch etwas gutes, sieht man doch sehr schön, dass der einzelne Politiker noch eigenständig denkt und dies auch artikuliert. Das es am Ende Wähler kostet scheint im Moment nicht so wichtig zu sein. Und wie sieht das Ende aus? Wahrscheinlich so wie gestern bei Hard aber fair. Da geht der Klaus von der SPD mit dem Norbert von der CDU auf ein Zimmer. Die Dagmar von der Linken wäre auch gerne mit dem Klaus auf einem Zimmer, und Bruder Paulus rennt hinter dem Rolf von der boulevardlastigen Tageszeitung hinterher, damit der das ganze Treiben nicht in große Lettern illustriert. Schön!

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