Nummer 15

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Das Ende der Redaktion?

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Andreas Göldi hat auf Medienkonvergenz einen Artikel rund um das Thema Nachrichtenkonsum geschrieben. Der Artikel entspricht zu weiten Teilen auch meiner Beobachtung und Meinung. Hier eine der Thesen:

„Denn wer weiss schon besser als unsere Freunde und Bekannten, was uns potentiell interessieren könnte? Und wer wäre kompetenter in der Beurteilung wichtiger Themen als die Elite-Blogger, die mit ihren Links die Nachrichtenauswahl auf Techmeme oder Memeorandum bestimmen? Sicher nicht der durchschnittliche Zeitungsredakteur.“

Das kann man so natürlich unterschreiben, ich würde dem allerdings noch zwei Dinge hinzufügen. Zum einen sind es weniger die Freunde die die Aggregation vornehmen, sondern der User selbst. Er bestimmt welche Inhalte in seinen Feedreader kommen, er baut sich Pipes bei Yahoo um sich nachrichten thematisch zu Filtern. Insofern übernimmt der User eine Dienstleistung, die vorher ein Redakteur gemacht hat. Die Auswahl der Themen wird also vom Konsumenten festgelegt, somit sind diese auch relevanter für Ihn.

Zum anderen beschreibt der genannte Konsum m.E. nur die Mitte oder das Ende der Verwertungskette. Denn irgendwer holt die Infos auch ab, bevor sie dann via Twitter, Blog, Community oder Reader in den Umlauf gehen. Und dieses ‚abholen‘ erfolgt auf klassischen Nachrichtenportalen oder Agenturen.

„Bleibt nur die Frage, welche Funktion die klassischen Redaktionen in Zukunft noch übernehmen. Natürlich braucht es weiterhin Profis, die den wirklich hochwertigen Content produzieren, Recherchen anstellen, Hintergründe ausleuchten. Aber diese Leute müssen nicht mehr unbedingt für einen klassischen Medienkonzern arbeiten, sondern können auch auf anderen Wegen Visibilität gewinnen. Und eins ist klar: die Filterfunktion der klassischen Medien dürfte immer mehr zum Auslaufmodell werden.“

Kann sein, ich tue mich da mit einer Einschätzung schwer. Was wohl auch daran liegt, dass ich es sehr genieße, wenn ich eine klassische Zeitung in der Hand halte. Das liegt vor allem daran, dass ich mir mehr Zeit nehme. Online konsumiere ich wesentlich oberflächlicher und schneller. Für eine Zeitung oder ein Magazin nehme ich mir wesentlich mehr Zeit, folglich ist es auch wesentlich entspannter.

via UPLOAD;

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Written by nilsn

2 April, 2008 um 16:20

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