Nummer 15

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Enterprise 2.0

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Böse Zungen sagen ja, die Beschreibung eines Unternehmens mit dem Wort Flache Hierarchien kann synonym mit keine Aufstiegschancen verwendet werden. Nun gibt es aber nicht nur die bösen Zungen, vielmehr gilt es auch als eine Vorraussetzung für die leichtere Einführung von Tools aus dem Bereich Web 2.0, was dann einem Unternehmen den Titel Enterprise 2.0 einbringen könnte. Doch das nicht immer alles Gold ist, was neu ist, beschreibt Marcel bei Netzwertig sehr schön. Inspiriert wurde er von Frank auf INJELA, der sich fragt, warum Unternehmen auf das Web 2.0 setzten sollten.

Im Prinzip habe ich über genau diese Thematik schon geschrieben (Funktionieren Corporate Blogs?), auch zu beachten die Kommentare von elcario. Da wird eines sehr deutlich: Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem externen und internen Einsatz von Web 2.0 Applikationen. Und dies steht natürlich auch im engen Zusammenhang mit den oben erwähnten Hierarchien. Gerade bei der externen Kommunikation gilt es die klassischen Regeln zumindest zu optimieren. Muss jedes Posting, jeder Kommentar von ganz oben freigegeben werden? So ist es ja bisher bei Pressetexten immer gewesen.

Aus meinem Praktikum bei einem Unternehmen das sich ausschließlich mit eCommerce beschäftigt hat, wurde mir das erste Mal klar in welche Richtung das gehen kann. Es gab eine Informations- und Dokumentationsstelle die sich mit der Einführung von Tools zum Informations- und Wissensmanagement beschäftigte. Die daraus resultierenden Wikis und Kommunikationsformen (Foren, Messanger usw.) wurden in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Abteilungen aufgebaut.

Das dies so gut funktionierte, hat natürlich auch mit der Unternehmensstruktur zu tun. Da – und da bin ich wieder am Ausgangspunkt – das Unternehmen flache Hierarchien und eine moderne Kultur als oberstes Credo pflegte. Als Sinnbild diente hier das Gebäude, es bestand komplett aus Glas. Sicherlich nicht entscheidend, dennoch auch irgendwie ein Signal für eine offene Kultur. Bei größeren Unternehmen dürfte dies natürlich ungleich schwerer sein, es schadet aber nicht, sich solchen Zuständen zu nähern. Denn wie Marcel richtig m.E. richtig sagt:

Erst wenn Werkzeuge wie Wikis, Blogs, Social Bookmarking und Co. den Konsumenten-Mainstream erreicht und durchdrungen haben, können diese auch auf die Unternehmen überspringen.

Daher sollten die Unternehmen aber auch spätestens dann, wenn es soweit ist, richtig aufgestellt sein. Sonst fährt der Zug leider ohne einen los.

[Update] Gerade via Twitter gesehen, Olaf hat bei off the record ein Interview über Corporate Blogs geführt. Und das Ergebnis hier noch mal zusammengefasst.

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Written by nilsn

13 August, 2008 um 10:53

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