Nummer 15

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It ain`t viral till it is!

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blume

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung lautet eine alte Volksweisheit. Dieser möchte ich nun folgen, und mich ebenfalls bekennen manchmal ein wenig Trennschärfe vermissen zu lassen bezüglich des Wortes Viral. Wenn ich hier Videos poste setzte ich fast automatisch ein Häkchen in der Kategorie Viral, und genaugenommen ist das natürlich nicht immer richtig. Nicht alles was ein Video ist, ist gleichzeitig Viral. Zu dieser Thematik bin ich auf ein Artikel bei AdvertisingAge via twitter aufmerksam geworden. Frei und verkürzt übersetzt wird virales Marketing so definiert:

Content inklusive eines Links, eines Bildes, eines Videos, oder anderem digitalem Inhalt wird von einer Person über Mail, Messanger oder soziale Medien an eine oder mehrere Andere weitergeleitet.

Dagegen steht dann die Presseerklärung bzw. Veröffentlichung, die eine virale Kampagne ankündigt, im Besonderen wenn sie sogar die Worte „Dies ist eine virale Kampagne“ beinhaltet. Letzteres ist natürlich Schwachsinn, da eine Kampagne erst nach Veröffentlichung einen viralen drive bekommen kann.

Ein Beispiel wären z.B. die beiden Spots von der Agentur La Red mit Bjarne I. Mädel. Sieht man sich die Statistik des Ersten an, stehen da 36.796 Views, 101 Bewertungen, 52 Kommentare und er wurde 162 Mal in den Favoriten gespeichert. Wichtigstes Kriterium für ein erfolgreiches Seeding stellen aber wohl die reichweitenstarken Blogs dar, die größten mir bekannten waren damals Spreeblick und Nerdcore, die das Video einbetteten.

Das zweite Video ist noch nicht lange online, scheint aber trotzdem nicht in die Fußstapfen seines Vorgängers zu passen. Bisher hat es 39 Views, eine Bewertung, ist zwei Mal in den Favoriten und wurde nur von mir verlinkt. Hier kann man also nicht von viralen Effekten sprechen, obwohl, und daher überrascht es mich, es qualitativ seinem Vorgänger in nichts nachsteht.

Um eine Kampagne viral zu machen braucht es also mehr als das Hochladen. Bei AdvertisingAge wird dieses wie folgt beschrieben (etwas frei interpretiert):

– sie sollte witzig, schockierend, faszinierend oder überraschend sein.
– sie sollte ein Idee enthalten, mit der man sich identifiziert, oder für die man sich interessiert.
– sie sollte eine klare und einfache Message haben, die man mit einem Satz weiterleiten kann.
– sie sollte einfach weiterzuleiten sein (embed code, link, share this oder email to a friend button)
– sie sollte ein Konzept haben, über das eine Beziehung mit dem Konsumenten aufgebaut wird.
– was hofft man mit der Kampagne zu erreichen, und welche Messinstrumente hat man um diese zu Prüfen? (siehe auch hier)

Darüber hinaus sollte man sich im Vorfeld Gedanken über eine Seedingstrategie machen, die auch ein oder andere Misserfolge inkludiert. Auch kein schlechter Berater ist Geduld statt blinden Aktionismus. Vielleicht ist die Kampagne wie die obige Blume, die nur noch einen kleinen Windstoss braucht.

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Written by nilsn

8 Dezember, 2008 um 17:49

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