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Warum Facebook weiter wachsen wird

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facebook_studi

Facebook hat seine Nutzerzahlen in Deutschland vervierfacht, und dies hat auch seinen Grund. Ich schrieb bereits, warum ich diese Seite mag. Sie ist im Vergleich zu anderen Communities unglaublich intuitiv bedienbar. Man hat das Gefühl alles mitzubekommen, was im Kreise der Kontakte geschieht. StudiVZ verwaltet Profile, lässt aber kein Network zu. Kaum einer bekommt mit wenn man etwas ändert, folglich erfolgt auch keine Reaktion. Facebook hält die Nutzer bei Laune, nicht zuletzt durch die Menge an Applikationen. Auf lange sicht, können sie sich auch als Videoportal etablieren. YouTube hat eine niveaulose Community in der sich kaum einer bewegen möchte. Da liegt auch eine Chance für Zuckerberg und Co., da man dort die Videos einbettet, und dann mit seinen Freunden teilt und bespricht. Vielleicht auch bald selber uploaded.

Alleine die Tatsachen, dass StudiVZ keine Links als solche erkennt, ist schon ein krasser Minuspunkt. Facebook ist zumindest schon mal 2005 angekommen, schreibt Don Dahlmann dazu. Das greife ich aus einem bestimmten Punkt hier auf, da es auch noch eine andere Wahrheit gibt. Eine Community darf seine Nutzer auch nicht überfordern. Gibt es schließlich auch User, die ich etwas despektierlich Horst und Brigitte nenne, die die Simplizität suchen und brauchen. Dort dürfte wer-kennt-wen seine Erfolge feiern. Somit liegt auf Facebook mit seinem 2005er Stand gar nicht schlecht.

Es ist also immer eine Gradwanderung, zwischen Innovation und Einfachheit, folglich ist das primäre Ziel die hohe Usability der Seite. Da hat meines Erachtens Facebook die Nase meilenweit vorne, und wenn sie weiterhin alles richtig machen, verdrängen sie die anderen. Es ist jetzt schon zu beobachten, dass sich viele einen Zweitaccount beim weltweiten Marktführer einrichten. Macht dieser mehr spaß, und die Anzahl seiner Kontakte steigt ebenfalls mit, dürfte die Kurve für Facebook in Zukunft noch weiter steigen.

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Written by nilsn

28 Januar, 2009 um 14:44

4 Antworten

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  1. Hallo Nils,
    ich lese in letzter Zeit wiederholt die Prognosen, dass Facebook studiVZ als größtes Netzwerk ablösen könnte.
    Die Amis haben inzwischen 2 Million deutsche Nutzer und werden hier im Land zunehmend bekannter.
    Deine und dondahlmanns Argumentation klingt auch nachvollziehbar.
    Aber trotzdem glaube ich, dass das so nix wird. 🙂

    Meine Beobachtungen:
    facebook stinkt vor Werbung! (http://saftstachel.de/netzgeschichten/warum-ihr-bauch-fett-ist/).
    Die Amis sind abgehärtet, aber für Deutschland ist es zu viel.
    Bei studiVZ gibt’s auch diesen Mist á la „Sie haben gewonnen!!!“ oder „Lust zu chatten?“. Aber spürbar weniger.

    Deutsche Studenten sind bis auf wenige Verweigerer komplett bei studiVZ. Wer einen Facebook-Account erstellt, bekommt nur eine Teilmenge seiner Kontakte geboten. Und alle, die nicht längere Zeit im Ausland lebten, werden kaum mehr als 3 oder 4 neu Kontakte hinzufügen können.

    Facebook ist vollgepumpt mit nutzloser Information. Wenn mir auf meiner Starsteite angezeigt wird, dass Nancy ein Foto ihrer amerikanischen Gastschwester kommentierte, sehe ich keinen Mehrwert.

    Facebook ist arschlahm. (http://www.watchmouse.com/en/SPI/2008/performance_social_networking_sites.php)
    studiVZ hat diese Probleme inzwischen im Griff.

    Die Facebook-Apps, zu denen man ständig eingeladen wird, sind furchtbar. Ja, es gibt Nuzer, die es lieben, ständig mit Schneebällen zu werfen, Vampire zu züchten, Aquarien zu pflegen und an sinnlosen Vergleichen teilzunehmen. Facebook ist riesiger Kettenbrief!

    Auf Englisch hat Facebook in Deutschland keine Chance und die deutsche Übersetzung ist noch immer mies.

    Die Blogger, Microblogger, Web2.0-Jungs und Early Adapter lieben Facebook: Offene API, International, Zuckerberg ist ein sympathischer Kerl (im Gegensatz zu Darian und Holtzbrinck) und wechseln ist sowieso cool. Change 😉

    Aber der durchschnittliche Student tickt anders. Der fragt sich, weshalb er einen zweiten Account benötigt. Einen unübersichtlichen leeren Zweitaccount.
    Ich kenne niemanden perösnlich, der seinen studiVZ-Account gelöscht hat ohne wiederzukommen. Wollten wir wegen der AGB-Änderung nicht mal alle zu kaioo?

    Dass studiVZ eine schlechte Kopie ist, Hyperlinks zerstört und immer mal wieder nachts ein Päuschen braucht, zerkratzt das Image.

    Aber dass es nur einen Bruchteil der Facebook-Funktionen bietet, wird von meinen nicht Internetaffinen Freunden als großer Vorteil gesehen.
    Denen reicht das, was studiVZ derzeit bietet (Freunde, Fotos, Pinnwände). Sie haben die Oberfläche verstanden und wissen, wie das Netzwerk funktioniert. Diese Vertrautheit hält den Laden am Leben.

    Ich bin gespannt, wie die Sitatuation in einem oder zwei Jahren aussieht. Mein Tipp: Wkw wird wachsen, aber schüler-,studi-meinVZ bleibt unangefochten der Primäraccount der deutschen Internetnutzer.

    Christian

    28 Januar, 2009 at 20:57

  2. äh, Early Adopter 🙂

    Christian

    28 Januar, 2009 at 21:03

  3. Hi Christian,
    Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Zuerst gestehe ich ein, das meine Sicht vielleicht ein wenig vernebelt ist. Steigende Nutzerzahlen und persönliche Erfahrung kommen da definitiv zusammen. Letztlich ist es auch nur ein stochern im Nebel, wie sich das in Zukunft entwickelt.

    Zu deinen Punkten:

    1. Die Werbung bei Facebook ist vielleicht nicht relevant, aber m.E. jetzt nicht wirklich störend.

    2. Der Punkt mit den geringen Kontakten stimmt, aber – wie oben beschrieben – gehe ich von doppelten Accounts aus, so das sich es von StudiVZ zu Facebook verschieben könnte. Was aber eine sehr wackelige These meinerseits ist.

    3. „Facebook ist vollgepumpt mit nutzloser Information.“ Das Stimmt, steht aber dem gegenüber, dass man bei StudiVZ nichts von den anderen mitbekommt.

    4. Zur Performance der beiden Seiten kann ich nichts sagen, die laufen beide Stabil bei mir.

    5. Zu den Facebook-Apps: Da kein Widerspruch. Ist nicht leicht diese zu ignorieren, und nervt mich auch tierisch.

    Ich habe StudiVZ immer ein wenig in Schutz genommen, aber mittlerweile ist der Kredit verspielt. Facebook hat mich dagegen durch seine Nutzerfreundlichkeit überzeugt. Ob dieses auch im großen und ganzen geschehen wird? Ich denke ja, finde deine Argumentation aber auch realistisch. Gerade mit „Diese Vertrautheit hält den Laden am Leben“ könntest du richtig liegen. Und ich lösche meinen StudiVZ Account ja auch nicht.

    Spannend wird es auf jeden Fall 2009, da fällt die Vorentscheidung ob es zum „Wechsel“ kommt. Yes, we can! 😉

    nilsn

    29 Januar, 2009 at 12:33

  4. Wie falsch ich lag!

    Christian Haller

    9 Dezember, 2012 at 17:08


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