Nummer 15

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Mach jetzt kein Scheiß!

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sprite

Brauche dringend Hilfe bei der Einordnung folgender Virals. Vor zwei Tagen erreichte mich via Twitter der Hinweis auf einen Viral von Sprite. Diesen hier:

Schneekanone

youtube.com

YOU’RE MORE THEN A FRIEND.
YOU’RE ENTERTAINMENT.

Dazu viel mir ein weiterer ein, der sich thematisch dem Hype anschloss, allerlei Unsinn mit betrunkenen zu machen. Sprite drehte einen Viral, nach dem Motto Über das Ziel hinausgeschossen.

Pool UK

youtube.com

FRIENDSHIP IS OVERRATED.

Abgeschlossen wird dieses virale Trio von diesem hier, in dem leider ein kitesurfender Freund den schnellen Abgang macht.

Friends come and go

youtube.com

FRIENDS.
THEY COME AND THEY GO.

NO SUGAR. NO BULL***T.

Nun zu meinem Problem: Ich verstehe nicht so richtig was mir Sprite sagen möchte. Wollen sie mit einem Augenzwinkern sagen Hey Jungs, macht keine Scheiße! Wollen sie einfach Viral durchdrehen, auch wenn sie sich damit keine Freunde machen?
Und was soll eigentlich dieses No Sugar Rebellentum, was ja auch in der Coke Zero Kampagne deutlich nach Außen gekehrt wurde. Nach meiner Einordnung ist Coke Light ein Mädchengetränk, was gar nicht despektierlich gemeint ist, aber der Cola Light Mann steht ja für diese Positionierung. Jetzt soll also No Sugar aber wieder sexy für Männer sein? Ist jetzt auch alkoholfreies Bier der neue Punk?

Man kann sich diese Frage sicher auch bei vielen anderen Virals stellen, wird auch nicht immer zu einem befriedigendem Ergebnis kommen. Aber hier bleibt einfach Irritation bei mir zurück, auch wenn die Virals eigentlich zu den Guten gehören.

Wobei Sprite auch eine meiner liebsten Werbungen gemacht hat. Weniger viral, dafür aber mit einem tollen Sound, und sehr urban und cool!

Sprite – Commercial

youtube.com

NO BULL***T!

Written by nilsn

5 Februar, 2009 um 11:08

Veröffentlicht in Advertising, Marketing, Viral

6 Antworten

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  1. Virals sind jetzt auch in erster Linie nicht dazu da, intensiv auf das Produkt einzugehen. Aufmerksamkeit durch Witzigkeit um jeden Preis heiß hier das Motto. Und wenn wenigstens ein Feature des beworbenen (hier:) Getränks dabei angedeutet wird, dann reicht das schon – wenn der Berater gut und der Kunde „aufgeschlossen“ ist. In diesem Fall:
    1. Schneekanone = erfrischend
    2. Katapult = effizient
    3. Kite Surfer = sportlich

    Coke Zero ist ja schon der erste Schritt von Coca Cola gewesen, kalorienarme Softdrinks maskulin zu branden. Man hat sogar extra eine neue Submarke erfunden, weil man Coke Light nicht mehr vom femininen Image wegbekommen hat.

    Aber ob das funktioniert, ist fraglich. Es trinken ja nicht mehr Männer Zero als Frauen, man hat sich einfach nur selbst Light-Kunden geklaut. Nicht Cocas erster Fehlschlag, nachdem schon der Angriff auf Red Bull nicht geklappt hat und der Erfolg des Bionade-Konkurrenzproduktes Spirit of Georgia mehr als in den Sternen steht.

    Marken lassen sich halt nicht über Gebühr strapazieren, sie sollten sich auf ihre Kernkompetenzen besinnen. Bei McDonald’s ist trotz Werbefigur Heidi Klum nicht mehr viel von Salaten und Health Food die Rede, man hat es dem Fast Food-Giganten einfach nicht abgenommen. Und genauso werden die McCafés keine wirkliche Konkurrenz zu Starbucks werden.

    Es wird halt immer wieder versucht. Die Sprite Virals halte ich da noch für ziemlich gelungen und mit dem Markenimage vereinbar. Es sind halt Virals.

    drikkes

    5 Februar, 2009 at 15:28

  2. Uargh, wie fies! Da wird in meinem Kommentar Doppelpunkt und Klammer zu ja direkt und ungewollt in einen Smiley übersetzt.

    drikkes

    5 Februar, 2009 at 15:30

  3. Das mit den automatischen Smiley nervt mich auch an diesem Theme, sollte ich mal ändern (wenn ich wüsste wie das geht). Bin kein großer Fan von diesen grinsenden gelben Dingern, auch wenn sie teilweise ein wenig bei der Wertung eines Kommentars behilflich sind (mangelnde Fähigkeit Ironie auszudrücken oder zu erkennen).

    Aber Danke für dein Kommentar, finde ich sehr Interessant. Gebe dir auch recht, dass da viele auf ihrem alten Image hängen bleiben. Und klar, virals sind virals, aber hier hat mich gerade dieses Freundschaftsdingens ein wenig irritiert.

    nilsn

    5 Februar, 2009 at 15:58

  4. Crass!

    Aber das „no bullshit“ ist von Pilsner Urquell geklaut!
    Spricht man eigentlich wirklich von viral, auch wenn der Markenname von vornherein erwähnt wird?

    MC Winkel

    6 Februar, 2009 at 15:06

  5. Mit Pilsener Urquell habe ich auch gerade gesehen, finde ich an der Stelle fast noch lustiger. „No Lemon. No Cranberry. No Bullshit“ passt auch ganz gut zu meinen Biertrinkgewohnheiten😉

    Viral meint ja nur die Art der Verbreitung, also wenn sich ein Spot verselbständigt (was natürlich auch angeschoben wird). Wenn die Marke nicht genannt wird, kann das entstehende Fragezeichen den viralen Effekt natürlich vergrößern. Vielleicht wird er dann aber so gut wie nie mit der eigenen Marke in Verbindung gebracht.

    So definierte ich das zumindest für mich.

    nilsn

    6 Februar, 2009 at 15:25

  6. „Viral“ würde ich für mich ganz ähnlich definieren. Es kommt nicht auf den Inhalt, sondern auf die Verbreitungsweise an. Und wenn dafür (so gut wie) kein Mediabudget verwendet wird, dann ist es eben viral. Ob dabei nun einzig im Abspann kurz das Logo gezeigt wird oder die Marke während des ganzen Spots eine tragende Rolle spielt, ist nicht von Belang. Es muß noch nicht einmal ein Clip sein, eine witzige Bilddatei als Printwerbungsersatz wäre auch denkbar.

    Die Frage ist natürlich, wieviel Marke man reinpacken kann, ohne den gewünschten (Selbst-)Verbreitungseffekt zu gefährden. Sehe ich auch so.

    Nun gut, „Freundschaft“. Das ist also dabei herausgekommen, wenn die CCC-Marketingabteilung über die reinen Produktbenefits hinaus ein Image kreiert haben möchte. Beliebig, sei’s drum – SPRITE, das coole Buddygetränk.

    Alt vs. Neu
    Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sich eine Marke mit einer solchen Werbestrategie tatsächlich im herkömmlichen Sinne verjüngt. Es wird ja meist nicht auf die „biederere“ Klassik verzichtet. Die Aufspaltung der Medienkanäle führt dazu, daß niemand außer außer uns Fachfuzzis die Gesamtheit einer Markenkommunikation noch mitbekommt. D. h. der nicht so internetaffine TV-Zuschauer kennt möglicherweise noch den Radiospot und die ein oder andere Printanzeige in der leicht angepassten, aber mehr oder weniger gewohnten Tonalität, aber große Teile der Onlinekampagne gehen ungesehen an ihm vorbei – und andersrum.
    Aber wenn man sich dem unterschiedlichen Mediennutzungsverhalten seiner potentiellen Kunden beugt, wird man um diese Aufspaltung seiner Zielgruppen und ihre damit verbundene Ansprache kaum herumkommen.

    drikkes

    6 Februar, 2009 at 23:33


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