Nummer 15

About awesome Video-Stuff

Die Wette – 42.000 km, 2 Männer, 1 Globus, Keine Flugzeuge

leave a comment »

wette1

Dieses Buch haben mit Sicherheit keine hochdekorierten Literaten geschrieben, soviel ist schon mal klar. Was aber unter keinen Umständen ein Kritikpunkt sein soll, und auch nicht ist. Steve Hely schreibt für die amerikanische Zeichentrickserie American Dad und Vali Chandrasekaran für My Name is Earl. Wer diese beiden Serien nicht kennen sollte, dem werde ich sie an dieser Stelle auch nicht erklären oder umschreiben. Es sei nur eines gesagt, die Beiden bieten großes Entertainment und sind darüber hinaus völlig durchgeknallt. Also sowohl die Serien, als auch die Autoren.

Aber von Anfang: Dieses Buch ist eine wahre Begebenheit, die sich folgendermaßen zutrug. Aus der Angst eine zu langweilige Biographie zu haben, wird die folgende und simple Idee geboren: Beide reisen in entgegengesetzte Richtungen um die Welt, wobei die einzige Bedingung ist, dass keine Flugzeuge benutzt werden (was unter anderem auch zu zahlreichen Bezügen zu Marco Polo führt). Am Ende der Reise warten zwei Gläser Whiskey, wer seines nach der Überquerung sämtlicher Breitengrade als erste getrunken hat ist der Gewinner. Die beiden finden auch einen Verlag, der ihnen dieses Projekt finanziert und uns letztlich dieses Buch bescherte.

Um es kurz zu machen, es ist ein großer Spaß der da veranstaltet wird. Um nur den Anfang zu umreißen, der von großer Trunkenheit begleitet wird. Einer verfolgt den Plan, seinen Kontrahenten mit Handschellen an einem erfolgreichen Start zu hindern. Plant des Weitern den Ozean mit einem Raketenrucksack zu überqueren.

Doch wer in diesem Buch Humor auf American Pie Niveau vermutet irrt. Wie gesagt, eine wahre Geschichte. Im laufe der Reise rückt die Wette merklich in den Hintergrund, die Neugier auf fremde Länder, Kulturen und Menschen wächst. Es ist eine politische Reise, und auch eine naive. Etwas befremdlich mutet dann auch die immer wiederkehrende Klärung von vergangenen kriegerischen Konflikten an, die beide Reisende ständig beschäftigt. Stärke und Schwäche zugleich!

Doch verliert dieses alkoholisch getränkte Buch nie an Fahrt. Die 414 Seiten habe ich verschlungen, und das ist wohl das größte Kompliment an das Buch. Besonders gegen Ende wird ein wunderbares und erschreckend einfaches, aber vermutlich wahres Bild der amerikanischen Sicht auf die Welt gezeichnet.

Letztendlich betreiben die Beiden eine Art Gonzo-Journalismus, und auf Hunter S. Thompson wird auch häufiger Bezug genommen. Wie nahe sie diesem kommen, dass sollte dann jeder selbst bewerten. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter, weil es grandiose Unterhaltung ist, und im Übrigen auch unglaublich Inspirierend.

[Disclosur: Mir wurde dieses Buch von der Agentur Cohen + West vor Veröffentlichung zur Verfügung gestellt, dafür möchte ich mich sehr bedanken.]

[Disclosur 2: Sollte ein Verlag diesen Beitrag lesen, ich stehe für eine bezahlte Weltreise mit anschließendem Buch mehr als bereit. Einfach bescheid sagen.]

About these ads

Written by nilsn

21 Februar, 2009 um 15:07

Veröffentlicht in Books, Medien

Getaggt mit , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: