Nummer 15

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Vom leiden und leiten

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So eine (Un)Konferenz wie das ConventionCamp Hannover hinterlässt ja zum Glück auch immer eine gewisse Inspiriertheit, die sich dieses Jahr offen gesagt ein wenig in Grenzen hielt. Ich glaube, ich habe aber auch ein schlechtes Händchen bei der Sessionwahl gehabt. Ein paar Gedanken sollen aber dennoch folgen.

„Leidmedium User“

Stefan Zilch von MySpace war das definitive Thesenhighlight des Camps. So wandelte er die Aussage von Axel Schmiegelow, dass die User das neue Leitmedium sind in einer entscheidenden Nuance um, und kreierte die These: Die User sind das neue Leidmedium. Dies bezog sich auf das Bombardemant mit Bannern, Pop-Up’s und anderen Ärgernissen. Die Werbung der Zukunft sollte genau dieses aber nicht sein. Und da sind wir mitten in der Social Media Kommunikation, oder den Digital Relations. Warum Banner schalten, die unterirdische Klickraten haben, und sich nach zumindest aussagslosen TKP-Bemessungen bewertet werden. Friss oder Stirb, User!

Es gibt zumindest einen weiteren Nachteil, denn solche Aktivitäten mit sich bringen. Es gibt kaum einen – und ich sag das nur, weil ich gerade kein besseres Wort im Kopf habe – nachhaltigen Effekt. Ein Klick ist nämlich nicht gleich Klick. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich auf ein Banner, oder auf „Fan werden“ bzw. „Follow“ klicke. Letzteres ist ein öffentliches Bekenntnis zur Marke, ein „Outing“ vor seinem sozialen Umfeld, und optimaler weise der Anfang einer langen Beziehung zwischen User und Unternehmen. Dies kreativ und relevant zu gestalten ist die Herausforderung.

Verkaufsplatz Social Media

Eine weitere weit verbreitete These war die, das die verschiedenen Plattformen die neuen Verkaufsplätze sind. Zwar geschieht die eigentliche Transaktion nicht dort, aber die Kaufentscheidung wird dort mehr und mehr getroffen. Folgt und glaubt man dieser These, liegt auch irgendwie ein Geschäftsmodell für die Plattformen auf der Hand. Warum sollten Unternehmen nicht für Firmenprofile bzw. Fanpages zahlen müssen. Zumindest aus Plattformsicht drängt sich ja die Frage auf, warum Geld über diese verdient wird, man selber aber nichts davon haben sollte. Und die Unternehmen werden es auch zahlen, wenn ein entsprechnder Nutzen daraus entsteht.

Natürlich ist das alles nicht so einfach, wie man das mal schnell runter geschrieben hat. Nicht jedes Produkt ist superhip, und jedes Unternehmen schon bereit dafür. Aber die Tendenz ist deutlich, und die positiven wie negativen Beispiele liegen schon im Netz. Fahrlässig handeln spätestens ab jetzt die, die es weiter zu ignorieren versuchen.

Written by nilsn

27 November, 2009 um 13:27

Eine Antwort

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