Nummer 15

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Täuschen vs. Unterhalten

with one comment

Wer sich schon mal Gedanken gemacht hat, was Werbung darf, was sie vielleicht aber auch kann, oder eher sollte, dem sei empfohlen den Artikel und den noch viel interessanteren Diskussion auf dem Werbebbloger zu folgen.

Anstoß war dieses Zitat von David Eicher…

Werbung bildet selten die Realität ab. Wo liegt der Unterschied zwischen einem am Computer geschönten Kampagnenbild, welches eine Scheinrealität abbildet, und einer Mary Woodbridge? Werbung verkauft nun mal Illusionen. Quelle: Spiegel Online

… der sich in den Kommentaren auch weiter zu Wort meldet. Meinen Standpunkt kann man dort ebenfalls erfahren. Kleiner Typ noch, unbedingt auch den Links in dem Artikel bzw. den Kommentaren folgen.

Written by nilsn

15 Januar, 2010 um 19:54

Eine Antwort

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  1. Der einzige weg werbung interessant, erträglich, untoxisch und vertrauenswürdig zu machen, ist imho aus dem „Herzen“ heraus zu kommunizieren.
    Warum Illusionen kreieren, die leicht in Frage gestellt werden, sobald der Kunde das Produkt in Händen hält? Warum nicht ein wahres Erlebnis, ein echte Fantasie, einen realen Traum kommunizieren, der mit der Realität der erbärmlichen Seiten eines Produktes wzB der Diskrepanz zwischen dem Foto der Tiefkühlpizza und dem Anblick der gegarten Pizza, nichts zu tun hat.
    Die „wahren“ positiven Seiten eines Produktes zu kommunizieren und in Glanz und Schein zu stellen erzeugt mehr Glaubwürdigkeit, als dem Produkt manipulativ etwas Gleissendes anzudichten, das früher oder später auf der einen oder anderen Wahrnehmungsebene ohnehin nur zerfallen kann zu Staub aus Lug und Trug.
    Die Vorteile einer Tiefkühlpizza liegen auf der Hand. Und es sind kaum die Reminiszenzen eines unglaublichen Italienurlaubs, die den Käufer – wie per Werbeslogan verbreitet – berühren werden, wenn er dieses erhitzte Rund vor ihm liegen sieht.
    Die Enttäuschung ist vorprogrammiert, die Glaubwürdigkeit verloren.
    Der Kunde wird immer selbst entscheiden müssen, ob er sich der Diskrepanz hingibt (er ist ja nicht blöd und glaubt, daß die Pizza tatsächlich wie abgebildet aussehen wird) oder sich einfach eine frische Pizza in der Pizzeria bestellt. Hauptsache, er fühlt sich nicht hintergangen.
    Wenn er die „wahren“ Vorteile kommuniziert bekommen hat, kann er sich authentisch und aus ganzem Herzen darüber freuen, wenn er seine erwählte Kost geniesst.
    Es ist und bleibt die Gesinnung des Werbers, wie auch die des Produktherstellers, die darüber entscheidet ob das produkt RUNDUM positiv aufgenommen wird und überhaupt werden kann.
    Es ist die Gesinnung, die Einfluss darauf hat, ob Vertrauen entsteht, oder der aufgedeckte Verrat dem Produkt wie dem Hersteller und damit auch seinem Werbekommunikator und seinem Schwert die Glaubwürdigkeit und damit die Durchschlagskraft und die Option der überzeugenden Nachhaltigkeit entzieht.
    Private Storytelling. Menschengerechte Authentizität ohne der Notwendigkeit die Mystik eines Produktes auffliegen zu lassen oder die Schwächen desselbigen darzustellen.
    Positivismus mit Gefühlsechtheit.
    Diese Art von Haltung wird automatisch „gute“ Stories hervorbringen, sensible Messages verkünden, gehaltvolle Bilder generieren und berührende Musik erzeugen.
    Werbung ist nicht per se schlecht, nur der Werber oder der Hersteller, der sich ausschliesslich bereichern will, egal was für einen Scheiss er seinen Kunden auf egal welche Art verkauft, ohne etwas von sich selbst preiszugeben.
    His private story – erträumt oder gelebt. Denn nur die bewegt andere Menschen.

    Warum gibt sich zB der Mercedes-Manager der Angst hin, sein neues Produkt müsse so schnell wie möglich auf den Markt, um so schnell wie möglich mit der Konkurrenz vermeintlich mithalten zu können, ohne die Zeit gehabt zu haben all seine Neuerungen zu prüfen und eine Rückrufaktion garantiert zu vermeiden – all das während er sich in der Sonne seiner vergangenen Errungenschaften badet.
    Doch auch er wird sich fragen müssen wie er „wahre“ Nachhaltigkeit und anhaltendes Kundenvertrauen erzeugt.
    Will er einen schnellen Hype erzeugen, sein Produkt geschwinde in beachtliche Zahlen umwandeln und eher der Fall kommt, sich mit gefülltem Konto seiner „wahren“ Verantwortung entziehen? Oder will er das verlorene Vertrauen zurückgewinnen und weitaus tiefenentspannter am Ende des Tages sich zurücklehnen und vor seinem Werke kontemplieren? Es bleibt seine Entscheidung.
    Es waren immer die Kreativen, die die Welt bewegten. Wohin, bleibt ihnen selbst überlassen.

    Yann Kuhlmann

    16 Januar, 2010 at 00:46


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