Nummer 15

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Posts Tagged ‘Literatur

Lieblingsbücher I

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Die beste Nachricht ist diesmal leider nicht für euch, sondern für mich: Ich lese mittlerweile wieder sehr viel, und bin von den letzten Autoren mehr als begeistert. Und da ich Blogautoren zwar sehr schätze, das Schreiben eines Buches aber deutlich mehr, werde ich diese Autoren in Zukunft wieder mehr würdigen. Als erstes Daniel Kehlmann.

Mit nur einem Buch hat er es zu meinem neuen Lieblingsautor geschafft, und ich habe den Bestseller Die Vermessung der Welt noch nicht einmal gelesen. Mit seiner zweiten Veröffentlichung Ruhm hat er aber ein Buch nach meinem Geschmack geschrieben. Ich stehe auf Kurzgeschichten, und noch mehr, wenn sie sich aufeinander beziehen. Und genau so ist dieses Buch.

Doch die Geschichten sind es weniger, die mich so sehr beeindruckt haben, es ist viel mehr die Art zu schreiben. Ich habe noch nie einen Text erlebt, der so fließt, so rund ist. Habe noch nie so ein klares Bild vor meinem inneren Auge gehabt, und konnte selten über sprachlich bedingten Witz so herzlich lachen (auch wenn man es auf zeit.de etwas humorloser sieht). Darüber hinaus ermöglicht Kehlmann dem Leser einen tiefen Blick in das Innenleben von Menschen, alle freilich, und daher der Titel, handeln in verschiedener Weise vom Ruhm, beziehungsweise dem (Wieder-)streben danach. Ein grandioses Buch, dass leider – und das ist die einzige Kritik – sehr kurz geraten ist. So war das Vergnügen viel zu schnell vorbei.

Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten (Amazon-Partnerlink)

Written by nilsn

12 Januar, 2010 at 17:42

Veröffentlicht in Books, Medien

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Netzroman

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60grad

Karen Wiborg schreibt derzeit unter dem Titel „60 Grad“ einen Roman, was an sich ja nur bedingt spektakulär klingt. Bücher schreiben viele, daher lohnt sich wohl der Artikel erst, wenn man das Werk in den Händen hält. Doch hier liegt die Sache etwas anders, weil dieser Roman im Netz entsteht. Mit Romanblog, Blogroman, Facebookseite und Twitteraccount, alles in allem also sehr sozial-medial unterwegs. Und dafür bekommt sie zurecht auch einige Aufmerksamkeit in den neuen Medien (ob auch in den Alten kann ich nicht sagen).

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Written by nilsn

20 März, 2009 at 18:40

Die Wette – 42.000 km, 2 Männer, 1 Globus, Keine Flugzeuge

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wette1

Dieses Buch haben mit Sicherheit keine hochdekorierten Literaten geschrieben, soviel ist schon mal klar. Was aber unter keinen Umständen ein Kritikpunkt sein soll, und auch nicht ist. Steve Hely schreibt für die amerikanische Zeichentrickserie American Dad und Vali Chandrasekaran für My Name is Earl. Wer diese beiden Serien nicht kennen sollte, dem werde ich sie an dieser Stelle auch nicht erklären oder umschreiben. Es sei nur eines gesagt, die Beiden bieten großes Entertainment und sind darüber hinaus völlig durchgeknallt. Also sowohl die Serien, als auch die Autoren.

Aber von Anfang: Dieses Buch ist eine wahre Begebenheit, die sich folgendermaßen zutrug. Aus der Angst eine zu langweilige Biographie zu haben, wird die folgende und simple Idee geboren: Beide reisen in entgegengesetzte Richtungen um die Welt, wobei die einzige Bedingung ist, dass keine Flugzeuge benutzt werden (was unter anderem auch zu zahlreichen Bezügen zu Marco Polo führt). Am Ende der Reise warten zwei Gläser Whiskey, wer seines nach der Überquerung sämtlicher Breitengrade als erste getrunken hat ist der Gewinner. Die beiden finden auch einen Verlag, der ihnen dieses Projekt finanziert und uns letztlich dieses Buch bescherte.

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Written by nilsn

21 Februar, 2009 at 15:07

Veröffentlicht in Books, Medien

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Der Wurm in mir

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Viel passt heute nicht zusammen, obwohl es mir eigentlich gar nicht schlecht geht, allerdings gebe ich mich heute ein wenig Dünnhäutig. Mir wird es aber auch nicht leicht gemacht, mit einem ständig abschmierendem Rechner, eine Packung hässlicher Light Zigaretten, die so schmecken als atme man den Smog von Peking. Und zu guter letzt wohnt eine Inspiriertheit in mir, die sich nicht in Produktivität ummünzen lässt.

Nun bin ich kein gläubiger Mensch, und irgendwelche Zeichen zu deuten liegt mir fern, aber heute versuche ich es. Ich sollte Schluss machen für heute, mich ganz dem Internet und seinen Verlockungen verweigern.
Was ich hier noch hinterlassen möchte, ist ein ganz wunderbarer Artikel über Christian Kracht. Und wenn ich nicht noch mindestens zwei Bücher auf Halde hätte, ich würde losmarschieren (ich hoffe man versteht diesen Begriff im Zusammenhang mit dem genannten Werk) und mir dieses Buch organisieren.

Ich bin mal Zigaretten holen!

Written by nilsn

16 Oktober, 2008 at 17:12

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Literatur im Fernsehen

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Da in meinem vorigen Beitrag in den Kommentaren nach Literatursendungen im Fernsehen gefragt wurde, kommt hier mal eine Auflistung. Ich sage aber auch gleich dazu, dass ich die meisten Sendungen nicht wirklich bewerten kann, da ich sie einfach noch nicht geschaut habe. Liegt zum großen Teil daran, das ich einen sehr eigenwilligen Geschmack bei Literatur habe und die Qualität auch immer von den Gästen abhängt. Aber sei es, wie es ist. Ich liste auf, und wer möchte kann sich in den Kommentaren über die Sendung auslassen, oder weitere Empfehlen.

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Written by nilsn

16 Oktober, 2008 at 13:20

Veröffentlicht in Books, Medien

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Lydia Daher, Christian Kracht und Sven Regener

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Screenshot: youtube.com

Gestern habe ich Literatur im Foyer auf SWR gesehen, was sich auch gelohnt hat. Sicherlich bin ich nicht der größte Freund des Literaturbetriebes, aber wenn die Gäste recht angenehm sind, und der ein oder andere Buchtipp dabei rauskommt, kann das schon sehr interessant sein. Und so war es auch gestern. Als erstes habe ich Lust bekommen das neue Buch Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten von Christian Kracht zu lesen (Amazon Link), von dem ich ein großer Fan bin.

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Written by nilsn

15 Oktober, 2008 at 16:43

Being Holden Caulfield

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Holden Caulfield ist mein Freund. Er wäre es zumindest, wenn wir uns kennen gelernt hätten. Ich kann natürlich nicht sagen, ob es auf Gegenseitigkeit beruhen würden, daher sage ich besser ‚I like Holden Caulfield‘. Musikalisch Interessierte werden nun aber wissen, dass dieser Satz nicht aus meiner Feder stammt. Vielmehr sind Bodi Bill für diesen verantwortlich, ich adaptiere Ihn nur. Vermutlich ähneln sich aber unsere Motive. Auf jeden Fall ist es einer meiner favorisierten Trinkpartner.

Holden ist eine fiktive Figur aus dem Jahre 1951, kreiert von Jerome R. Salinger für das Buch „Der Fänger im Roggen„. Doch bis in die heutige Zeit hat er nicht an Berechtigung verloren, steht er schließlich für alles das, was das Leben ausmacht. Erwachsenwerden, Scheitern, Leben, Lieben, Trinken, Rauchen…

Es wird auch schnell klar, warum diese Figur bis in die heutigen Tage Inspiration ist. Steht Sie schließlich für eine Zeit unseres Lebens, indem mehr unklar den klar ist. Auf unterschiedliche Art und Weise wird dieses Motiv auch wieder aufgenommen, ob davon Inspiriert vermag ich nicht zu sagen. Sei es im Club der toten Dichter, sei es in Faserland oder sei es die Geschichte um Herrn Lehmann. Allesamt scheinen die Personen etwas an Orientierung verloren, zumindest um diese bemüht. Doch allesamt haben Sie eines gemein, unsere Sympathie ist Ihnen sicher. Sind doch unfertige Menschen viel spannender als die, die vorgeben fertig zu sein.

Erwachsen werden hat sich in den fundamentalen Dingen nicht verändert, das kann man sagen, auch ohne die Unterschiede der einzelnen Generationen herauszuarbeiten. Daher wird eine Person wie Holden uns immer nahe sein, manche haben Sie sogar getroffen. Viele wird er inspiriert haben, auch mal das zu machen, was man gerade möchte. Was aber vielleicht nicht der Norm entspricht.

Scheitern ist immer auch Chance!

Bodi Bill – I like Holden Caulfield (via)

Link: youtube.com

MySpace – Bodi Bill

Download (mp3) gibt es hier, Rezension hier. Interview und Text hier.

Written by nilsn

16 September, 2008 at 15:24

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Notiere im würdigen Umfeld

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Fotoausschnitt: bosch_hh (cc)

Die besten Ideen habe ich immer, wenn ich gerade in einem Café sitze, mit der Bahn fahre, oder ähnliches. Halt an Orten, an denen das öffentliche Leben seine Reize versprüht. Das Problem dabei ist, man verliert diese Ideen wieder. Wahrscheinlich wäre ich schon mehrfacher Internetmillionär, wenn nicht eine vorbeihuschende Frau, mich aus dem gedanklichen Strickens einer innovativen Geschäftsidee gerissen hätte.

Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, zu diesem Zweck ein Zettel und ein Stift mitzuführen. Also wie früher meine ich jetzt, so komplett ohne Technik. Einfach aufschreiben. Aber so richtig Stil hat das nicht. Jetzt wurde – wie man beim boschblog nachlesen kann – Abhilfe geschaffen, und zwar in Form eines Reclam-Heftchens. Genießt es schließlich den Ruf, die Weltliteratur im gelben Umschlag zu vereinen. Und genau in diesem würdigen Umfeld dürfen unsere Gedanken, Ideen und Inspirationen nun niedergeschrieben oder illustriert werden. Eine tolle Idee, der ich viel Erfolg wünsche.

Written by nilsn

2 September, 2008 at 13:30

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Generation Umhängetasche

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Es gibt mal wieder ein Buchtipp von mir, einen der halb ins Blinde geht, dass sei ausdrücklich erwähnt. Wer sich jetzt Fragt warum, bekommt auch eine Antwort.

Ich habe bisher nur den Ausschnitt in der Taz gelesen, und der – sonst würde ich das nicht schreiben – gefällt mir ausgesprochen gut. Es klingt wie ein Gengenentwurf zu dem Loblied auf die Digitale Bohéme, ist von Martin Reichert, der sonst Redakteur der Taz ist. „Wenn ich mal groß bin. Das Lebensabschnittsbuch für die Generation Umhängetasche“ (Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2008, 224 Seiten, 8,95 Euro). Amazon Link

Die Gesellschaft, in der Sie leben, teilt sich mittlerweile in Drinnen und Draußen: im System oder nicht im System. Sie sitzen stattdessen mit Ihrem weißen Mac, den Ihre Eltern oder Großeltern Ihnen als Anschubfinanzierung für Ihre Existenz spendiert haben, in einem Café mit Hotspot-WLAN, halten sich den ganzen Tag an einem Cafè Latte fest und versuchen, irgendwie Geld zu machen. Vielleicht simulieren Sie aber auch nur und surfen stattdessen auf Pornoseiten herum. Quelle: Taz

Wie auch immer, lest die Probe selber. Ich mag den Schreibstil, das Thema, und überhaupt habe ich mir das Buch bereits bestellt. Vielleicht, nein, auf jeden Fall gibt es nach dem Lesen an dieser Stelle mehr. Ich verbleibe in Vorfreude und habe keinen Mac, werde ich auch nie haben (glaube ich).

Written by nilsn

11 Juli, 2008 at 09:48

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Der 100.000 Euro Job

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Wenn man mehr über die Projekte erfahren möchte, hält das Buch nicht das was es verspricht, aber das ist nicht schlimm. Den die einzelnen Projektberichte, die unter dem Dach „Der 100.000 Euro Job“ entstanden sind, wirken in Text und Bild teilweise ein wenig abstrakt, was Ihre Klasse aber nicht schmälern soll. Die Geschichten und Berichte darum machen die Atmosphäre des Buches aus. Egal ob man die Kapiteleinleitung von Frédéric Valin hervorhebt, oder doch die Texte von Lisa Rank. Als aufmerksamer Blogleser kannte ich den ein oder anderen Beitrag schon, wie „Meine Armut kotz mich an“ von Mercedes Bunz (hier zum Text) oder „1984“ von Johnny Hausler bei Spreeblick (Teil 1, Teil 2).

Egal, das Buch bietet ein breiten und klaren Blick auf das Thema „Arbeit“. Es lässt einen über seine Situation reflektieren, man beginnt sich Gedanken zu machen, man lässt sich aber auch einfach mitnehmen. Was kann man mehr von einem Buch verlangen.

Written by nilsn

26 Juni, 2008 at 16:23

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Gonzo

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Es gehört wahrscheinlich einfach dazu, dass man „Fear and Loathing in Las Vegas“ geschaut hat, sich gedacht hat „Yeah, cooler Film“. Was aber dahintersteckte, das fand man nicht heraus, interessierte sich auch nicht dafür. Vielen geht es wahrscheinlich bis heute so, mir nicht. Was oder besser wer dahinter steckt, dass ist kein geringerer als Hunter S. Thompson. Der neben Tom Wolfe zu den bekanntesten Vertretern des New Journalism steht.

Thompson schuf den Gonzo-Journalismus, einen Schreibstil, für den aus seiner Sicht das Talent eines „wahrlich großen Journalisten, das Auge eines Künstlers und Photographen und die Eier eines Schauspielers“ fusionieren mussten. Es sollen sich reale Erlebnisse, soziale und politische Analysen mit fiktiven Geschehnissen, Polemik und Drogenvisionen mischen. wikipedia;

Ich vermute, dass auch viele Blogger direkt oder indirekt von genau diesem Stil beeinflusst worden sind, sei es auch ohne ihr Bewusstsein. Die Kennzeichen sind subjektive Erlebnisse und literarische Stilmittel in die Reportagen einfliesen zu lassen.
Literaten wie Stefan Wimmer pflegen diesen Stil, und sehen sich auch als eine Art Nachfolger oder Erbe des Stils.

Jetzt gibt’s den Trailer zu der Doku über das Leben Thompsons.

Video nach dem Klick:

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Written by nilsn

6 Juni, 2008 at 12:32

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König Alkohol

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…Journalisten wie ihr, die trinken doch kaum noch – ihr schreibt doch nur noch über das Trinken. […]

Schumann in einem Interview mit dem Playboy.

Besser als andersrum, denke ich da. Und muss im gleichen Zug an „Tender Bar“ von J.R. Moehringer denken. Dürfte ja – da ein echter Bestseller – vielen in die Hände gekommen sein. Ich habe selten ein besseres Buch gelesen, der Preis für Ehrlichkeit und Authentizität ist Ihm damit auf jeden Fall sicher.

„Ich fragte Ihn, was wäre, wenn meine Mutter mich nicht mehr an mich erinnern könnte. Er sagte, er sei sich nicht sicher, was ich meinte. Ich wusste es selbst auch nicht. Vermutlich wollte ich einfach nur wissen, wer ich war, wenn meine Mutter mich nicht mehr erkennen würde.“ Tender Bar (J.R. Moehringer)

Ein Buch das nicht dem Alkohol lobt, sondern schlicht die durchaus poetische Umgebung in der er getrunken wird. Weil die Bar und deren Gäste ein Hafen sind, ein Hafen der einen immer wieder aufnimmt, und das ohne zu fragen warum man so lange nicht mehr da war. Das ganze wird aber mit einer Leichtigkeit erzählt, die nun mal typisch für Kneipen und deren Rituale ist.

„Ein anderer streckte seine Hand aus und berührte mit seinem Zeigefinger den von Onkel Charlie, eine Nachahmung von Michelangelos Erschaffung Adams. Bestimmt gab es nicht allzu viele Bars auf der Welt, dachte ich, in denen jemand eine Szene von der Decke der Sixtinischen Kapelle nachspielt, wenn er ein Amstel Light wollte.“ Tender Bar (J.R. Moehringer)

Was bleibt nun aber übrig? Für mich die Erkenntnis, das Alkohol wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft ist. Eine Gesellschaft die eher die verachtet, die nicht trinken. Insofern tun die Worte eines bekannten Gastronomen wie Schumann gut, der Alkohol und Zigaretten nicht mit Männlichkeit gleichsetzt. Denn wenn wir das weiterhin tun, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die nachkommenden Generationen Ihre erste Alkoholvergiftung mit 15 Jahren hatte, und ich früher im selben Alter noch mit Autos im Sand gespielt habe. Was bleibt, ist aber auch, das Alkohol und Literatur so nah zusammenstehen wie Manchester United und Alex Ferguson.

Written by nilsn

22 Mai, 2008 at 15:00

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Fast Zeitlos

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Das nun folgende als Alt zu bezeichnen – gerade im Internetzeitalter, in dem Sekunden zählen – ist wohl die größte Verharmlosung, seit die letzte Meisterschaft nach Gelsenkirchen ging. Das folgende Interview ist aus dem Jahre 2000, und dreht sich thematisch um das Buch „Tristesse Royal“. Mitwirkende dieses, sich im meinem Besitz befindenden Werkes, sind folgende Herren, die sich unter dem Namen „Das popkulturelle Quintett“ zusammenfanden: Joachim Bessing, Benjamin von Stuckrad-Barre, Christian Kracht, Eckhart Nickel und Alexander von Schönburg.

Joachim Bessing gibt hier ein sehr entspanntes Interview zu dem Buch, besonders angenehm ist die Tatsache, dass er sich und die anderen Vier nicht sonderlich ernst nimmt.

Wir wollten uns auf keinen Fall zu Sprechern einer Generation machen. Ich persönlich kann mich für die meisten Leute meines Alters überhaupt nicht einsetzen, weil ich finde, dass sie einen bescheuerten Lebenswandel und bescheuerte Ziele haben und total korrumpiert sind, bis hin zu ihrem Sexualverhalten.

Ich kann nur jedem dieses Buch ans Herz legen, auch wenn das Erscheinungsdatum schon ein paar Tage zurückliegt. Als Entscheidungshilfe sollte das Interview ausreichen.

Written by nilsn

20 Mai, 2008 at 15:49

Literaturdöner

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Screenshot www.literaturdoener.de

Sehr schöne Seite aus dem Hause JvM für den Reclam Verlag. Auf der Seite literaturdoener.de drehen sich berühmte Zitate am Wortspieß. Schöne Idee, aber ob dadurch die besagte „Generation Youtube“ zum Reclam Heft statt zur Fernbedienung greift, darf wohl bezweifelt werden. Aber wie auch immer, bei mit hat es auch bis weit nach der Schulzeit gedauert, bis ich freiwillig das kleine gelbe in die Hände genommen habe.

Written by nilsn

16 Mai, 2008 at 10:02

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Die Rückkehr des Königs!

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Ich war in letzter Zeit ein wenig im Stress, nur so kann ich mir meinen Fauxpas erklären. Tatsächlich verpasst, seit zwei Monaten habe ich gewartet und stelle plötzlich fest: Es ist auf dem Markt! Ich spreche von dem Buch „Der König von Mexiko“ von Stefan Wimmer.

Sein erstes Buch nannte sich „Die 120 Tage von Tulum“. Wohl kaum ein anderes Buch hat mir in meinem Leben so viel Freude bereitet wie dieses. Ich könnte jetzt versuchen, etwas über Autor und Inhalt zu sagen. Mache ich aber nicht, da ich nicht in der Lage wäre es so auf den Punkt zu bringen wie Fritz Ostermayer, FM4:

„Eine Scheißreise – so wie alle Unternehmungen in diesem Buch endet sie im Nichts und im Desaster. Stefan Wimmer ist ein würdiger, illegitimer Bastard aus den literarischen Spermien von Hunter S. Thompson und Charles Bukowski, also eine schön ungesunde Mischung aus cooler Freakyness und politischer Verlaustheit. Die klassischen Short-Stories wimmeln von geilen Matrosen, billigen und nicht ganz so billigen Nutten, Koksnasen und Säufern en masse. Die allgegenwärtige Tristesse aber ist eine der intellektuellen Lumpen-Bohéme… Männerliteratur, klar, aber genre-gekonnt und komisch erzählt. Kein Wunder, Stefan Wimmer ist ein Profi… Anschwellende Erregung, verschwenderischer Höhepunkt, postkoitale Tristesse, beziehungsweise Katerstimmung.“

Ich bin mehr als gespannt auf sein zweites Buch, da das Erstlingswerk die Latte schon extrem hoch gelegt hat. Aber andererseits ist es für Herrn Wimmer kaum möglich mich zu enttäuschen…

Written by nilsn

26 Februar, 2008 at 12:42

Veröffentlicht in und der Rest

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